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Lektion 116 – Meditation – Erste Mantra-Erweiterung

Autor: Yogani
13. Februar 2004

    
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen, am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation - Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.

Fahren wir mit der Nutzung des Mantras, I AM [AYÄM], in dieser besonderen Weise fort, erlaubt dies dem Verstand, in die Stille zu gehen und wir lösen die Blockierungen tief in unserem Nervensystem auf. Im Laufe der Zeit und mit Fortschreiten der Reinigung wird unsere Erfahrung geschmeidiger und tiefer. Wir erleben mehr innere Stille.

Bei zunehmender Stille werden wir an einer bestimmten Stelle unseres Weges bereit, tief in unserem Nervensystem breiter zu stoßen, ohne an der Oberfläche unseres Verstandes zu sehr stecken zu bleiben. Dann sind wir bereit für eine Erweiterung unseres Mantras.

Das hat Ähnlichkeit mit dem Gangwechsel beim Auto. Bei einem Schaltgetriebe fahren wir mit dem ersten Gang an und sind an einem gewissen Punkt bereit, in den nächsten Gang zu wechseln. Der erlaubt es uns, weil wir zuerst mit dem niedrigeren Gang auf eine hinreichende Geschwindigkeit beschleunigt haben, mit Leichtigkeit schneller zu fahren. Schalten wir zu früh in den zweiten Gang, was passiert? Der Motor fängt wegen zu geringer Geschwindigkeit an zu stottern und wir haben nicht viel davon. Den Gang zu früh einzulegen, belastet nur und hilft uns nicht die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Bei einer Mantra-Erweiterung ist es nicht anders. Haben wir Geschmeidigkeit und hinreichende Tiefe in der Meditation mit I AM erreicht, können wir daran denken, zur ersten Mantra-Erweiterung überzugehen. Das kann nach einigen Monaten oder auch erst nach Jahren mit der Meditation sein. Jeder ist verschieden. Das ist eine der Situationen, in denen Selbstabstimmung wichtig ist. Es besteht keine Eile zu schnell zu beschleunigen. Wenn wir wollen, können wir die gesamte Reise mit Nutzung des I Am-Mantras für unsere Meditation zu Ende bringen. Nichts fehlt dabei. Es ist nur eine Frage der Schnelligkeit, mit der wir vorankommen wollen. Wann und ob die Zeit reif ist, den Wechsel vorzunehmen, werden wir wissen. Dann sind wir auch in der Lage, es zu tun, und der Übergang wird mit nur ganz geringfügiger Klobigkeit ziemlich glatt verlaufen – so, als würde man einen reibungslosen Gangwechsel mit dem Auto hinbekommen.

Die Erweiterung geschieht durch ein Hinzufügen von Silben und Klangschwingungen zu unserem Mantra. Dadurch hinterlassen unsere Meditationen „größere Fußspuren“ in unserem Nervensystem. Bei dieser Meditation wird es länger dauern, bis wir in die Stille kommen, aber auch länger bis wir wieder aus ihr herauskommen. Dies hat die Wirkung, dass das reine Glückseligkeitsbewusstsein besser in unserem Nervensystem und in unserem Bewusstsein haften bleibt. Das ist der Vorteil der Erweiterung. Sie beschleunigt die Kultivierung innerer Stille, so dass mehr davon und stetiger in uns vorhanden ist. Es ist ein „höherer Gang“.

Die erste Erweiterung ist ein breiteres Mantra. Es lautet:

SHREE SHREE I AM I AM (SCHRIE SCHRIE AYÄM AYÄM)

Wir setzen es auf genau dieselbe Weise ein, wie wir das mit I AM [AYÄM] gemacht haben und folgen auch derselben einfachen Vorgehensweise der Meditation, die wir in den frühen Lektionen gelernt haben. Sobald wir den Wechsel vollzogen haben, ist das von da an unser Mantra.

Wir werden gleich einen Unterschied feststellen. Unser Verstand wird langsamer in die Stille gehen und wird auch langsamer aus der Stille wieder herauskommen. Interessanterweise beschleunigt die Verlangsamung des Hinein- und Hinausgehens der Aufmerksamkeit das Einflößen reinen Glückseligkeitsbewusstseins in unser Nervensystem.

Denke an das Mantra als an etwas, mit dem wir systematisch das Gewebe unseres Unterbewusstseins durchdringen. Ein Mantra mit wenigen Silben dringt schneller hindurch und löst Blockaden jeweils ein kleines bisschen auf einmal leicht auf. Dann kommt der Punkt, an dem wir beim Hineingehen und Herausgehen in unser Unterbewusstsein ein „breiteres“ Mantra einsetzen und einen größeren Bereich abdecken können, um damit mehr Blockaden bei jedem Passieren aufzulösen. Ein Mantra mit mehr Silben leistet das – jedoch erst, nachdem wir den Boden mit dem Mantra der ersten Stufe, I AM, bereitet haben.

Hast Du erst vor kurzem mit Meditation begonnen, nimm Dir genügend Zeit zur Entwicklung einer guten Gewohnheit mit der Nutzung des I AM- Mantras. Entwickle eine Geschmeidigkeit und hinreichende Tiefe innerer Stille, bevor Du nach vorn zur ersten Erweiterung springst. Einige Monate sollten das zumindest sein. Es können auch ein oder zwei Jahre – vielleicht auch länger – sein, bevor die Meditation mit dem IAM das Nervensystem genügend klärt. Wir alle haben unsere eigene einzigartige Reise zu bestehen und auch einen eigenen Zeitplan für die Öffnung unseres Nervensystems zur Unendlichkeit. Die Mantra-Erweiterung wird hier sein, sobald wir dazu bereit sind. Lassen wir uns also Zeit… und genießen wir es.

Der Guru ist in Dir.
 

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