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Lektion 16 – Meditation F&A – Glückseligkeit
Autor: Yogani
Sonntag, 23. November 2003
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen,
am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu
beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das
Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die
Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die
Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation -
Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.
Frage: Seit ich zu meditieren begann, bin ich von
Glückseligkeit erfüllt. Ich sitze und wiederhole einige Male I AM (AYÄM)
und schon befinde ich mich in einer prickelnden inneren Stille.
Gestern bemerkte ich erst nach zehn Minuten, dass ich entwichen war.
Ich dachte I AM (AYÄM) und schon war ich wieder in Glückseligkeit
versunken. Ich bin so voller Dankbarkeit. Ich bin als andächtiger
Katholik aufgewachsen und so war es immer schwierig für mich, mit den
östlichen Traditionen etwas anzufangen, obwohl ich spürte, dass sehr
viel Wertvolles darin zu finden ist. Diese Art von Meditation scheint
eine wunderbare Form der Annäherung zu sein – eine Brücke. Ich fühle
mich jetzt Christus näher. Ist das ein wahres Gefühl?
Antwort: Wenn unsere Erfahrung zunimmt, sich auf einer höheren
Ebene stabilisiert, dann aufgrund der Übung weiter wächst, nicht
aufhört sich auszudehnen, dann bekommen wir die Antwort auf die Frage:
„Ist das ein wahres Gefühl“. Die Antwort liegt in dir. Das ist die
Wahrheit des spirituellen Lebens – wenn wir praktizieren und uns von
innen her öffnen, sind wir selbst in der Lage unsere Erfahrungen
richtig einzuschätzen. Du musst nirgendwohin gehen, um die Antwort und
Beweise zu finden. Das liegt alles in dir selbst. Wenn wir das erst
einmal erkannt haben, wird unser Leben zu einer fröhlichen, nie
endenden Reise der Selbstentdeckung. Unter diesen Bedingungen
verwandelt sich das menschliche Leben Schritt für Schritt in ein
Kaleidoskop von Glückseligkeit.
Jesus sagte: " Suche das Himmelreich zuerst im Inneren, dann wird dir
alles andere dazugegeben werden."
Glückseligkeit ist unser Geburtsrecht, unsere wahre Natur. Es ist Zeit
für uns vorwärts zu gehen und die Glückseligkeit einzufordern, indem
wir die natürlichen Fähigkeiten, mit denen wir geboren wurden,
erwecken.
Für die meisten von uns ist es eine lange Reise. Es brauchte eine
lange Zeit, bis wir so völlig von unserer wahren Natur abgetrennt
wurden. Daher ist es selbstverständlich, dass es auch eine Weile
dauern wird, bis wir uns wieder zurückgebunden haben, selbst wenn uns
die besten Werkzeuge dafür zur Verfügung stehen. Manchmal haben wir
eine klare Empfindung der Glückseligkeit, die in uns aufsteigt. Zu
anderen Zeiten fühlen wir uns blockiert oder, als ob wir von innen her
ausgefräst würden, wenn wir mit unseren täglichen Meditationen
fortfahren. Der Prozess entfaltet sich auf mannigfache Weise. Mit der
Zeit wird die Glückseligkeit vorherrschend werden und wir sehen die
Welt, wie wir sie niemals zuvor gesehen haben. Wir sehen
Glückseligkeit von überall hervorquellen, ununterbrochen. Eine
verschmutzte Leitung kann nicht für immer verschmutzt bleiben, wenn
wir sie Tag für Tag mit dem reinen Wasser des Bewusstseins
durchspülen.
Die Glückseligkeit, die du empfindest, ist ein Schatz und gewiss etwas
ganz Reales. Doch vergiss nicht, dass unterschiedliche
Erfahrungszyklen auftreten werden, wenn deine Meditation
voranschreitet. Manchmal wirst du dich fühlen, wie du das oben von
deiner Glückseligkeit geschrieben hast. Ein anderes Mal, wenn eine
tiefe Reinigung vor sich geht, wirst du dich nicht so gut fühlen. Es
können auch Perioden auftreten, in denen du dich fühlst, als ob du auf
einer bestimmten Erfahrungsebene feststecken würdest. Setze einfach
deine Meditationen jeden Tag fort, ganz gleich was kommt. Auf lange
Sicht ist nur wichtig, dass du täglich übst. Welche Erfahrungen wir
auch immer haben mögen, wenn unsere Praxis korrekt und beständig ist,
werden wir am Ende die Ergebnisse haben.
In Verbindung mit deiner Reise nach Innen werden viele Emotionen in
dir hochkommen: Verwunderung, Ehrfurcht, Dankbarkeit, Ungeduld,
Langeweile, Ärger, Frustration, Schmerz… was auch immer das für
Gefühle sind, nütze sie, um deine Entschlossenheit zu Üben zu
verdoppeln. Wenn du in der Lage bist, deine Gefühle – gleich welcher
Art – in eine unaufhörliche Sehnsucht zu Üben umzuwandeln, kannst du
nicht scheitern. Denn dann bist du hingebungsvoll. Diejenigen, die
unerschütterlich hingebungsvoll sind, werden früher oder später immer
erfolgreich sein. Dein Wunsch wird stets den Ausschlag geben. Pflege
ihn gut.
Der Guru ist in Dir.
Anmerkung: Detaillierte
Anweisungen finden sich in dem
Buch "Tiefe Meditation" aus dem FYÜ-Verlag.
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