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Lektion 169 – F&A – Ist dies die ekstatische Leitfähigkeit?

Autor: Yogani
19. April 2004

    
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen, am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation - Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.

Frage: Ich habe vor zwei Wochen mit Yoni Mudra Kumbhaka begonnen und seitdem fühle ich eine sonderbare neue Verbindung zwischen meinem Kopf und meinem Perineum. Ich mache Sambhavi und fühle es dort unten. Ich setze meine Zunge an die Decke meines Mundes und fühle es dort unten. Dies ist ziemlich nett und sexuell, aber auch ziemlich sonderbar. Ist dies die ekstatische Leitfähigkeit, die Du so oft erwähnt hast? Das scheint es doch zu sein. Warum geschieht das und wohin führt es? Woher kommt der Ausdruck „ekstatische Leitfähigkeit“? Ich habe das noch in keinem Yoga-Buch gesehen.

Antwort: Was für eine wunderschöne Erfahrung. Ja, dies ist der Beginn von ekstatischer Leitfähigkeit und sobald es einmal begonnen hat, wird es auch bei Dir bleiben. Eine Stufe der Reinigung ist in Deinem Nervensystem erreicht worden, wo Deine früher erlernten Übungen, zusammen mit Zugabe von Yoni Mudra Kumbhaka zu einer verräterischen inneren Sinnlichkeit zwischen Gehirn und Wurzel geführt haben. Es ist eine Erweckung Deines Wirbelsäulennervs, was zu bewussten Sinneseindrücken zwischen den oberen und unteren Enden davon geführt hat. Dies ist ein exzellenter Weg mit einer sanften und liebenden Kundalini-Erweckung zu beginnen – mit Ausgeglichenheit und ekstatischen Energien zwischen dem Kopf und der Wurzel gleich von Anfang an. Dies bedeutet, dass Du eine gute innere Stille besitzt, die sich schrittweise und auf gesundem Weg mit dem Aufstieg ekstatischer Energien in Deinem Nervensystem harmonisiert.

Wie Du Deine Übungen von jetzt an ausführst, wird über die Geschwindigkeit entscheiden, mit der die Öffnung weitergeht. Würdest Du heute mit den Übungen aufhören, würde es wahrscheinlich bei dem gegenwärtigen Niveau der Verbundenheit oder „ekstatischen Leitfähigkeit bleiben“. Machst Du mit den Übungen weiter, wovon ich mit Sicherheit ausgehe, wird sich die Leitfähigkeit mit der Zeit noch verstärken. Es sollte eine angenehme und geschmeidige Entfaltung in Deiner Erfahrung sein, wenn Du weiterhin bei den Übungen entsprechend Deiner Erfahrungen, die Du damit machst, Selbstabstimmung anwendest. Wir können uns bei der tiefen Meditation und der Wirbelsäulenatmung für die reinigenden und stabilisierenden Wirkungen, unser fortschreitendes Wachstum und unsere zunehmende Stabilität bedanken.

Ich bekenne, dass „ekstatische Leitfähigkeit“ ein Begriff ist, auf den ich vor vielen Jahren zur Beschreibung meiner eigenen Erfahrung damit selbst gekommen bin. Die waren ähnlich wie jene, die bei Dir jetzt beginnen. Es ist die Erweckung von Kundalini und wir benutzen zu ihrer Beschreibung auch die Kundalini-Terminologie. Jede Tradition entwickelt ihre eigene Sprache für die Erfahrungen. In der heutigen Zeit, da wir in der Lage sind, solche Veränderungen als eine Erweckung latenter Fähigkeiten in unserem Nervensystem zu verstehen, können wir es als das Aufkommen zunehmender Leitfähigkeit in den elektrischen Leitungen (Nerven) unseres Körpers verstehen. Genau das ist es auch. Und wie Du schon sagst, ist es etwas Angenehmes. Das Vergnügen nimmt sogar noch zu, wenn die Leitfähigkeit sich weiter verbessert. Am Ende, wenn ich das noch erwähnen darf, wird der darin liegende Genuss alles übersteigen, was sich der normale Mensch vorstellen kann. Man kann es also „ekstatische“ Leitfähigkeit nennen, weil es das sicherlich ist.

Warum hast Du jetzt diese Erfahrungen und wohin führt dies? Gut, es ist eben die Zeit für Dich, Du weißt. Du machst jeden Tag kraftvolle Übungen und die Zeit für die Öffnung Deines Nervensystems ist gekommen. Es ist wie eine zweite Pubertät, die sich in so vielen von uns ereignet, wenn wir unsere Reise zum inneren göttlichen Liebesleben, die zum Einheitszustand der Erleuchtung führt, antreten. Beginnt die Kundalini zu erwachen, deutet sich die innere Vereinigung, die Vermählung unserer göttlichen Polaritäten an. Es kann nur wenige Jahre oder viele Jahre in Anspruch nehmen, diesen Prozess zum Abschluss zu bringen. Das hängt von den noch vorhandenen Blockierungen in unserem Nervensystem und dem Maß an Hingabe, das wir in unseren täglichen Übungen aufbringen, ab. Und wohin führt es? Einheit ist Freiheit in nicht endender ekstatischer Glückseligkeit und göttlicher Liebe, natürlich. Es ist unsere Bestimmung, unser Schicksal – das Geburtsrecht eines jeden von uns. Wir haben dies in den Erörterungen der verschiedenen Lektionen zu den Meilensteinen und den Stufen von Erfahrungen auf der Reise zur Erleuchtung bereits untersucht.

Auch die Erfüllung der Reise wurde erst vor kurzem in den Tantra-Lektionen der Fortgeschrittenen-Yoga-Übungen aus einem etwas anderem Blickwinkel erörtert – dem Blickwinkel des heiligen Schaubildes „Sri Yantra“ von „Sri Vidya“. Vielleicht gehst Du diese Lektionen (noch) einmal durch.

Ich wünsche Dir allen Erfolg auf Deiner Reise zu ekstatischer Leitfähigkeit und unendlicher göttlicher Liebe.

Der Guru ist in Dir.

 

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