Startseite   Haupt-Lektionen   Tantra  Forum  Index  Links   AYP   FYÜ-Verlag   Shop    

Wichtige Lektionen

Beginne die Lektionen hier!

Wunsch, Bhakti

Tiefe Meditation

Selbstabstimmung

Pranayama der Wirbelsäulenatmung

Mulabandha

Sambhavi Mudra

Yoga-Stellungen Asanas

Siddhasana

Yoni Mudra Kumbhaka

Kechari Mudra

Nauli

Kinnpumpe Jalandhara

Samyama - Siddhis

Wirbelsäulen-Bastrika Pranayama

Fortgeschrittene Yoga-Übungen

Haupt-Lektionen

< vorherige  |  nächste >

 

Lektion 171 – Wirbelsäulen-Bastrika-Pranayama – Hochdruckspülung für dein Karma

Autor: Yogani
20. April 2004

    
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen, am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation - Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.

Nun wollen wir in eine kraftvolle neue Pranayama-Übung namens Wirbelsäulen-Bastrika einführen. „Bastrika“ bedeutet „Blasebalg“. Dies ist ein schnelles Atmen, wie beim Hecheln eines Hundes – alleine mit dem Zwerchfell (Bauchatmung) und vorzugsweise durch die Nase. Ist es durch die Nase zu schwierig, kann man auch, wenn nötig, durch den Mund atmen.

Bastrika wird in diesen Lektionen mit einem schnellen Laufen der Aufmerksamkeit entlang des Wirbelsäulennervs zwischen dem Perineum (Wurzel) und dem Punkt zwischen den Augenbrauen (drittes Auge) durchgeführt, genauso wie wir das schon von der normalen Wirbelsäulenatmung kennen – nur viel schneller. Der Wirbelsäulenaspekt verleiht dem Bastrika-Pranayama sehr viel mehr Kraft und führt auch zu einem Ausgleich zwischen den göttlichen inneren Polaritäten im Körper. Das Wirbelsäulen-Bastrika lädt das gesamte Nervensystem auf ausgeglichene Weise mit riesigen Mengen reinigenden Pranas auf.

Diese Übung ist ausgezeichnet geeignet für die Beseitigung hartnäckiger karmischer Blockierungen im Nervensystem durch das Senden kräftiger pranischer Impulse nach oben und unten im inneren des Wirbelsäulennervs und ihr Ausströmen durch jeden Nerv im Körper.

Wie bei jeder Übung sind auch hier einige Vorraussetzungen und Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Deshalb wollen wir zunächst auf diese eingehen.

Erstens ist Bastrika kein Allheilmittel und vor allem keine Übung, die sehr gut für sich alleine stehen kann. Sie wird ihre Wirkung nur entfalten, wenn ausreichend vorbereitende Übungen (vor allem Wirbelsäulenatmung und tiefe Meditation) über einige Zeit regelmäßig und stetig angewandt wurden. Das Wirbelsäulen-Bastrika wird zwischen den sitzenden Übungen Wirbelsäulenatmung und tiefe Meditation durchgeführt. Seine größte Wirkung zeigt sich, wenn es in Verbindung mit diesen Kernübungen ausgeführt wird.

Zweitens: Wenn Du irgendwelche gesundheitlichen Probleme hast, die durch diese Art des längeren hechelnden Atmens verschlimmert wird, dann nimm von dieser Übung bitte Abstand. Bist Du Dir nicht sicher, dann sprich Dich bitte erst mit Deinem Arzt ab.

Drittens: Unter gewissen Umständen kann das Wirbelsäulen-Bastrika innere Blockierungen verschlimmern und sollte in diesem Fall offenkundig nur mäßig eingesetzt werden. In den meisten Fällen wird es Blockierungen freisetzen, ohne etwas zu verschlimmern, und kann dann forcierter angewandt werden. Du wirst nur wissen, wie Dein Nervensystem auf das Wirbelsäulen-Bastrika reagiert, wenn Du es ausprobierst. Deshalb ist es gut, wenn du langsam anfängst und vorsichtig selbst abstimmst. Denke aber daran, dass es bei dem Wirbelsäulen-Bastrika zu verzögerten Reaktionen kommen kann – Du wirst nicht alle Effekte sofort bemerken.

Das Wirbelsäulen-Bastrika ist am nützlichsten, wenn der Boden dafür, d.h. das gesamte Nervensystem bereits mit tiefer Meditation und Wirbelsäulenatmung bereitet wurde. Dann kann das Wirbelsäulen-Bastrika helfen, unsere Aufgabe, alle noch übriggebliebenen störrischen karmischen Blockierungen herauszubekommen, zu einem Ende zu bringen. In diesem Sinne ist es wie ein Hochdruckreiniger, den man einsetzt, um noch die hart sitzenden Widerstände, die bereits mit Meditation und Wirbelsäulenatmung gelockert wurden, heraus zu brechen und fortzuspülen.

Wie bereits erwähnt, bedeutet Bastrika „Blasebalg“. Ich nenne es „Hündchenhecheln“ und möchte damit ein sanfteres kontinuierliches schnelles Atmen als das Keuchen und Schnaufen, was das Bild des Blasebalgs befördert, in die Vorstellung rufen. Das Hündchenhecheln kann man allerdings auch ziemlich lebhaft machen. Manchmal wird es von ganz alleine lebhaft. Es ist eine lange Reihe flacher, schneller Atemzüge nur unter Nutzung des Zwerchfells, das man die gesamte festgesetzte Zeit beibehält, wenn die Aufmerksamkeit mit dem Atem den Wirbelsäulennerv zwischen der Wurzel und dem dritten Auge nach oben und unten geht. Man muss sich etwas daran gewöhnen. Wie das bei allen anderen Übungen der Fall ist, wird das Wirbelsäulen-Bastrika anfangs ein wenig „klobig“ sein. Du wirst sehen, dass es etwas Übung braucht, die Aufmerksamkeit mit dem Atem schnell nach oben und wieder nach unten wandern zu lassen. Es kann auch vorkommen, dass die Lungen dazu tendieren, während dem langen Hecheln immer leerer oder voller zu werden. Dieses „Abdriften“ ist normal und es ist in Ordnung, wenn man die Lungen während einer Wirbelsäulenbastrika-Sitzung wenn notwendig mehrmals leert oder auffüllt, um dieses Abtriften auszugleichen. Kommt es zu keinem Abdriften, ist das sehr gut. Dann fahr nur für die festgesetzte Zeit mit Wirbelsäulen-Bastrika fort.

Wir empfehlen, dass Du mit zwei Minuten Wirbelsäulen-Bastrika gleich vor der Meditation beginnst - nach der Wirbelsäulenatmung und allen anderen Pranayama-Formen, die Du noch machst (Yoni Mudra Kumbhaka oder die Kinnpumpe). Halte Siddhasana, Sambhavi, Mulabandha, Kechari, etc. weiter bei. Etwas Uddiyana (leichtes Einziehen des Bauches) kann auch während dem Wirbelsäulen-Bastrika gesetzt werden. Sobald Du das Gefühl für die Energie bekommst, die sich beim Wirbelsäulen-Bastrika bewegt, wird Dein Körper instinktiv wissen, was er zu tun hat und all diese Manöver werden sich von selbst verfeinern und anpassen. Sobald man sich daran gewöhnt hat, ist das Wirbelsäulen-Bastrika mit all ihren zugehörigen Komponenten etwas ganz Normales. Es wird zu einer sehr angenehmen Übung mit lang nachwirkenden ekstatischen Ergebnissen in den täglichen Aktivitäten und trägt ständig zur Erleuchtung bei. Sind diese karmischen Blockierungen weg, sind sie für immer fort und das Licht scheint hell aus dem Inneren.

Hat man die zweiminütige Praxis so eingerichtet und ist sie nach ein oder zwei Wochen angenehm geworden, kann man das Wirbelsäulen-Bastrika drei Minuten und schließlich bis zu fünf Minuten ausführen, wenn man sich danach fühlt. Wirbelsäulen-Bastrika ist bei längerer Anwendung sehr kraftvoll. Denke daran und auch an die verzögerten Effekte, wenn Du darangehst, damit Erfahrungen zu sammeln.

Du wirst sehen, dass Dir Wirbelsäulen-Bastrika hilft, Deine Meditation zu vertiefen. Wenn so viel während der verschiedenen Formen von Pranayama vor der Meditation losgeschlagen wird, macht das den Prozess der tiefen Meditation, der zu innerer Stille und globaler Reinigung im Nervensystem führt, viel schneller und geschmeidiger.

Wirbelsäulen-Bastrika schaltet den allgemeinen Reinigungsprozess in einen höheren Gang, löst die Nerven und kultiviert das gesamte Nervensystem immens. Stelle sicher, dass Du wie bei all Deinen anderen Übungen auch beim Wirbelsäulen-Bastrika Selbstabstimmung anwendest. Stimme Deine Übungen immer so ab, dass die sich ergebende Reinigung im Nervensystem nie Deine Grenze des Angenehmen überschreitet. Lass Dir Zeit beim Suchen einer ausgeglichenen Integration von Wirbelsäulen-Bastrika in Deine Routine täglicher Übungen.

In einigen Wochen werden wir auf einige Variationen von Wirbelsäulen-Bastrika blicken, die für ein zielgerichteteres karmisches Reinigen eingesetzt werden können.

Der Guru ist in Dir.

 

< vorherige  |  nächste >

 

Übersetzungs-fortschritt:

Haupt-Lektionen: 200

Tantra-Lektionen: 40

jetzt erhältlich!

 

Kontakt

 

 

Jetzt erhältlich

Impressum