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Lektion 49 – Pranayama F&A – Schwitzen
Autor: Yogani
16. Dezember 2003
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen,
am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu
beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das
Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die
Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die
Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation -
Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.
Frage: Pranayama vor der Meditation ist großartig.
Ich spüre wirklich einen großen Unterschied, seit wir mit Pranayama
begonnen haben. Wenn ich das „Atmen durch die Wirbelsäule“ mache, fühle
ich richtig, wie es dabei abgeht. Nachdem ich langsam zehn Minuten lang
geatmet habe, bin ich manchmal mit Schweiß bedeckt. Ich komme nicht
außer Atem, werde auch nicht heiß oder irgendetwas. Mein Puls steigt
nicht an. Ich schwitze nur wie wild. Ist das eine normale Erfahrung?
Antwort: Ja, das ist normal. Das ist ein gutes Zeichen. Es ist ein
unmittelbares Symptom für die Reinigung, die infolge des ansteigenden Prana-Flusses in deinem Nervensystem abläuft. Du machst keine
Aerobic-Übungen oder irgendetwas Physisches, was dieses Schwitzen
verursachen würde. Es sind die inneren Übungen, die das Prana durch
die Nerven schicken. Das treibt den Schweiß, der Unreinheiten mit sich
abführt, dann aus deinem Körper.
Zum Schwitzen wird es nicht immer kommen. Langsam, in dem Maße, in dem der
Körper mehr und mehr gereinigt wird, geht das Schwitzen zurück. Andere
Erfahrungen, die ebenfalls auf eine Reinigung hindeuten, werden
aufkommen. Es wird mehr subjektive, innere Sinneserfahrungen geben. Beim
Pranayama beginnen wir auf der physischen Ebene und arbeiten uns nach
innen vor, indem wir den Wirbelsäulennerven, den Hauptregler des
gesamten Nervensystems, öffnen und beleben. Bei der Meditation tauchen
wir vollständig in Bereiche ein, die jenseits von Körper und Verstand
liegen und arbeiten uns als reines Glückseligkeitsbewusstsein wieder
zurück nach außen. Mit diesen zwei Herangehensweisen haben wir die
hartnäckigen Blockaden eingekreist und schwemmen sie im großen Stil aus.
Manchmal können wir richtiggehend mit unseren Augen sehen, wie das geschieht.
Von daher das Schwitzen.
Wenn Unbehagen, Rastlosigkeit oder Reizbarkeit den Reinigungsprozess
begleiten, stelle sicher, dass du dir genügend Zeit für die Ruhephase am
Ende der Meditation nimmst. Die wichtige Rolle, die eine ausreichende
Ruhe am Ende der Meditation spielt, wurde bereits im Rahmen der Fragen &
Antworten zur Meditation behandelt. Normalerweise führt Pranayama
zu keinen Beschwerden in der Meditation. Es hat fast immer eine beruhigende und
vertiefende Wirkung. Aber alles ist möglich, wenn der Körper gereinigt
wird. Sei deshalb darauf bedacht, die Richtlinien zum Umgang mit
unangenehmen Erfahrungen, die von Zeit zu Zeit auftreten können, zu
befolgen. Das gehört alles zum Reinigungsprozess und wir erleben es alle
auf eine andere Weise. Deshalb ist es wichtig, dass wir alle unsere eigene Praxis
selbst überwachen und regeln. Wir sollten uns über
unsere Stärken im Klaren sein und unseren Vorteil daraus ziehen. Genauso
sollten wir unsere Grenzen kennen und innerhalb des dadurch gesteckten Rahmens
arbeiten.
Noch ein kleiner praktischer Hinweis. Wenn du am Ende der Pranayama-Übung
vor Nässe triefst, nimm dir einige Minuten Zeit, dich vor der Meditation
abzutrocknen. Wechsle deine Kleidung, wenn dir das hilft, dich wohler zu
fühlen. Es ist nicht nötig, dass du in einer Pfütze deines Schweißes
meditierst. Allerdings sollten zwischen dem Ende deines Pranayama und dem
Beginn deiner Meditation auch nicht mehr als ein paar Minuten liegen.
Denn wir wollen ja die Effekte aus dem Pranayama mit in die Meditation
hinein nehmen.
Der Guru ist in dir.
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