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Lektion 51 – Pranayama F&A – Sonderbares Gluckern

 

Autor: Yogani
18. Dezember 2003

 
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen, am Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die Meditationstechnik wird in Lektion 13 "Meditation - Wecken der ruhenden Saat" eingeführt.

 

Frage: Das Pranayama ging bei mir ohne Schwierigkeiten und mein Atem wird immer sehr langsam. Aber etwas Sonderbares stellt sich da mit ein. Es fühlt sich so an, als ob sich Luft in meinem Bauch ansammeln würde und meine Gedärme machen eigenartige Gluckergeräusche. Das ist noch nicht alles. Ich hab dort auch eine glühende pfefferminzartige Empfindung wahrgenommen. Was passiert da?

Antwort: Das ist ein exzellentes Zeichen, dass du Fortschritte machst. Es bedeutet, dass Prana aus deinem Beckenbereich nach oben in dein Verdauungssystem gezogen wird. Zusätzlich wird noch Luft hineingesogen, die sich mit dem Prana vermischt. Dort befindet sich natürlich auch Nahrung. Prana, Luft und Nahrung sind die drei Elemente, die einen neuen Prozess anheizen, der in unserem Verdauungssystem auftritt, während sich unser Körper in eine höhere Stufe des Funktionierens transformiert.

In Wirklichkeit ist dies die Aktivierung des Bauch-Chakras. Im Sanskrit, der Sprache der alten Weisheit Indiens, wird es „Manipura“, was soviel wie „Stadt der Juwelen“ heißt, genannt. Das bezieht sich auf das Gefühl des Glühens, wie du es beschreibst. Die Chinesen sind da weniger romantisch. Im Taoismus nennt man es „Kessel“ was Bezug nimmt auf das Mischen und Kochen, das im Bauch abläuft. Wie man das auch immer nennen mag, es ist ein wahrnehmbarer Prozess im Körper, der durch den Fortschritt beim Pranayama und in der Meditation stimuliert wird. Werden unser Körper und Nervensystem langsam gereinigt, beginnt der Atem auf ganz natürliche Weise anzuhalten und eine neue Art von Biologie kommt in Gang.

Aber zu welchem Zweck? Wir wissen, dass Geist und Körper aneinander gebunden sind. Der Zustand unseres Nervensystems bestimmt darüber, was wir erfahren können. Die fortgeschrittenen Yoga-Übungen reinigen und öffnen das Nervensystem. Das läuft nicht abgetrennt von unserem biologischen Funktionieren ab. Wird unser Nervensystem transformiert, kommt es auch zu einer biologischen Transformation. In den alten Schriften gibt es Anspielungen auf die innere Alchemie und auf magische Substanzen, „Soma“ und „Nektar“ genannt, die im Körper aufsteigen. Das sind biologische Substanzen, die erzeugt werden, wenn der Körper in einen höheren Zustand überführt wird. Der Prozess, der sich im Verdauungssystem einstellt, ist einer der hauptsächlichen Verursacher von verfeinerten biologischen Essenzen im Körper. Vom Verdauungssystem strömen die Essenzen aus und spielen eine zentrale Rolle in den weiteren biologischen und neurologischen Umwandlungen im ganzen Körper. Wir können diese Essenzen sowohl während der Übung als auch in unseren täglichen Aktivitäten leicht bei ihrer Arbeit im Körper beobachten. Infolge der Verfeinerung unserer Sinne werden wir Zeugen der Umwandlung, die in uns statt findet. Mit der Zeit wird die Unterscheidung zwischen dem Körper und dem Zeugen (unserem reinen Glückseligkeitsbewusstsein) unscharf. Sie werden zu einem Kontinuum. Diese Transformation wirkt gleichermaßen biologisch und spirituell. Die beiden sind nur verschiedene Sichtweisen derselben Realität. Deshalb sollten wir nicht überrascht sein, wenn sich verbunden mit unserer Reise biologische Transformationen  einstellen. Kein Stein bleibt so liegen, wie er ist, wenn wir in unser neues Leben des Yoga – d.h. der Vereinigung – eintreten.

Tausende von Jahren hat die Menschheit die Erleuchtung als etwas angesehen, was nur für wenige Auserwählte bestimmt ist, dass es von woanders oder von jemand anders her komme – eine mysteriöse spirituelle Segnung, die wie ein Zauber an der Türschwelle des Gesalbten ankommt. Das ist eine falsche Sicht auf die Menschheit und ihre Fähigkeiten. Dadurch begrenzt man sich selbst. In diesem spirituellen Zeitalter lernen wir den Prozess der spirituellen Transformation als das erkennen, was er wirklich ist – das Ergebnis der systematischen Anwendung von fachbezogenem Wissen.

In Wahrheit haben wir alle mit unserem menschlichen Nervensystem ein und denselben Zugang zu göttlichem Leben. Du kannst dich dafür entscheiden, gesalbt zu werden, wenn du gewillt bist, die Anstrengung aufzubringen, die dafür erforderlich ist – die Anstrengung, das Wissen der menschlichen Transformation anzuwenden, d.h. jeden Tag die spirituellen Übungen zu machen.

Der Guru ist in dir.

 

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