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Fortgeschrittene
Yoga-Übungen
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In den Büchern von Yogani, die erst
im Laufe der Zeit in Deutsch erhältlich sein werden, finden sich noch
konkretere Angaben zu Asanas und einer Asana-Anfängerreihe. Hier soll eine kleine
graphische Übersicht der FYÜ - Asana Anfängerreihe
mit
14 Hatha-Yoga-Übungen genügen.
Lektion 71 – Yoga Asanas – Eine wundervolle
Milliarden-Industrie
Autor: Yogani
7. Januar 2004
Für neue Mitglieder: Es wird empfohlen, am
Anfang des Archivs oder bei der Erklärung der Meditationstechnik zu
beginnen, da die Kenntnis vorheriger Lektionen Voraussetzung für das
Verständnis dieser Lektion ist. Die erste Lektion ist die
Lektion 10 „Warum diese Erörterung?". Die Meditationstechnik wird in
Lektion 13 "Meditation - Wecken der ruhenden Saat"
eingeführt.
Eine Milliarde Doller ist nur eine Schätzung. Vielleicht
ist es mehr, möglicherweise auch weniger.
Niemand kann leugnen, dass das Lehren von Yoga Asanas (Körperstellungen)
ein riesiges weltweites Geschäft ist. Es ist eine gute Sache.
Das Wichtige ist, dass Yoga in die Öffentlichkeit gebracht wurde und sehr
populär geworden ist. So viel Gutes kommt davon. Es ist nicht wichtig,
welcher Zweig des Yoga als erstes in großem Stil Anklang gefunden hat.
Alle Yogazweige sind miteinander verbunden. Wenn du Asanas übst, wirst du
dich schließlich auch zu Pranayama und Meditation hingezogen fühlen. Wenn
du meditierst, wirst du dich letztendlich auch zu Asanas hingezogen
fühlen. So läuft das. Unser Nervensystem erkennt eine gute Sache, wenn es
damit in 'Berührung kommt. Erwecke das Nervensystem ein wenig, und es will
mehr. All die Zweige des Yoga sind im Grunde genommen Ausdruck der
natürlichen Wege, die unser Nervensystem zur göttlichen Erfahrung hin
öffnen. In Wahrheit bestimmt unser Nervensystem die Übungen, nicht
umgekehrt. Sie kommen zu uns, sobald wir sie brauchen. Es ist erstaunlich
wie das abläuft. Es ist die Kraft von Bhakti. Rechtzeitig kommen alle
Übungen automatisch zusammen. Wir müssen das nur hie und da ein wenig
anstoßen. Ein wenig Bhakti ist genug, uns in den Anstoß-Modus zu
versetzen. Siehst du wie einfach das ist?
Es ist kein Wunder, dass Yoga Asanas so beliebt sind. Wir leben in einer
Welt, in der sich menschliche Erfahrungen hauptsächlich auf der physischen
Ebene abspielen. Unsere Sinne müssen erst nach innen gelenkt werden –
soweit, dass innere Erfahrungen genauso wirklich werden (oder noch
wirklicher) wie Erfahrungen in der äußeren Welt. Daher suchen wir immer
nach einer physischen Lösung. Yoga Asanas beginnen uns von der physischen
Ebene zu den subtileren Erfahrungen der göttlichen Energie im Nervensystem
zu führen. Das ist der Grund, warum Asanas so entspannend sind. Das ist
die Hauptursache für ihre Popularität. Menschen üben Asanas der
Entspannung wegen, um ein bisschen inneren Frieden zu gewinnen. Yoga
Asanas sind dafür sehr gut geeignet. Sie sind auch sehr gut, um Körper und
Geist für Pranayama und Meditation vorzubereiten. Aus dieser Sicht werden
wir sie in diesen Lektionen betrachten - als eine Vorbereitung für unsere
täglichen Routine mit Pranayama und Meditation.
Nicht alle Asanas sind aber entspannend. Heutzutage kannst du hingehen und
einen Kurs für Power-Yoga oder Aerobic-Yoga besuchen und damit an die
Grenzen deiner Belastbarkeit kommen. Das ist okay. Es ist aber nicht
empfehlenswert, das direkt vor der Meditation zu machen. Wir gehen in
diesem Fall den anderen Weg, zu weniger Aktivität im Nervensystem, statt
zu mehr.
Asanas im traditionellen Sinn sind dazu da, das Nervensystems zu
beruhigen. Aber sie sind mehr als das. Sie sind dazu entwickelt, den Fluss
des Prana im Körper, speziell in der Sushumna, dem Wirbelsäulennerv, zu
erleichtern. Du siehst also, dass Asanas eine exzellente Vorbereitung für
Pranayama, speziell der Wirbelsäulenatmung, darstellen.
Asanas sind Teil eines größeren Yoga-Systems, das Hatha Yoga genannt wird.
Zu anderen Yoga-Systemen gehören auch Asanas. Niemand hat den
Alleinvertretungsanspruch. Im Hatha Yoga gibt es einige zusätzliche
Übungen, welche direkter darauf abzielen, Prana im Körper zu bewegen. Es
gibt eine indische Schrift, genannt "Hathayogapradipika", die auf diese
zusätzlichen Übungen näher eingeht. Diese können auch in anderen Systemen
gefunden werden. Zum Beispiel werden sie auch Kundalini Yoga und im Tantra
Yoga genutzt.
Letzten Endes zielt das alles auf das ab, worüber wir in der letzten
Lektion gesprochen haben, als es darum ging, Kundalini ins Gleichgewicht
zu bringen - die Vereinigung weiblicher und männlicher Energien im
Nervensystem, die Vereinigung von Shakti und Shiva. Hatha Yoga bedeutet
"Vereinigung von Sonne und Mond", männlicher und weiblicher Energien. Wir
werden diesem Thema in jeder Tradition begegnen, weil es ein grundlegendes
Merkmal des menschlichen Nervensystems ist. Die Taoisten nennen es Yin und
Yang. Die Christen nennen es heiliger Geist und Gott der Vater. Das
christliche Patriarchat hat versucht, den heiligen Geist androgyn zu
machen, aber es ist unwichtig was sie sagen. Das ändert nichts an dem, was
er in uns wirklich ist.
Es besteht eine Überschneidung zwischen Asanas und fortgeschritteneren
Übungen des Hatha Yoga. Manche dieser fortgeschrittenen Yoga Übungen haben
den Namen "Asana", während andere "Mudra" oder "Bandha" heißen. Wie immer
man sie nennt, das sind hauptsächlich physische Übungen, die die
Bewegungen des Prana und des reinen Glückseligkeitsbewusstseins in uns
befördern. Wir haben bereits einige dieser Methoden vorgestellt -
Mulabandha und Sambhavi (Mudra). In Kürze werden wir noch einige dazu
nehmen.
Aber lass uns zuerst noch etwas über Asanas sprechen. Es wird in diesen
Lektionen kein Versuch gemacht, die volle Bandbreite von Yoga-Asanas zu
lehren. Das wäre nicht zweckmäßig. Wenn du in oder in der Nähe einer Stadt
oder Großstadt wohnst, stehen die Chancen gut, dass sich in der Nähe ein
Yoga Studio befindet. Wenn du es noch nicht getan hast, geh hin und nimm
an einem der Yoga Kurse teil. Du kannst dir dabei eine grundlegende
Routine aneignen, die du dann zuhause üben kannst, wenn du dazu neigst.
Ungefähr fünf oder zehn Minuten sanfte Asanas vor dem Pranayama und der
Meditation sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, deine Sitzung
einzuleiten. Wenn du nicht dazu neigst, Yogastellungen auszuführen, oder
keine Zeit dazu hast, ist das in Ordnung. Sieh dir noch mal die Lektionen
zum Thema "Zeit finden" (Lektion 15) und
"Zeitmanagement" (Lektion 50) an, in denen wir über
das Einhalten einer täglichen Routine mit Pranayama und Meditation
gesprochen haben. Die gleichen Richtlinien zum Zeitmanagement gelten auch
dann, wenn du deiner Routine noch Asanas hinzufügst. Wenn zu wenig Zeit
vorhanden ist, kommen die Asanas als letztes in der Hackordnung. Wenn nur
Zeit für eine Sache ist, dann ist Meditation normalerweise die beste Wahl,
wenn für zwei Dinge, dann Pranayama und Meditation. So in der Art. Damit
soll nicht gesagt werden, dass eine Übung besser ist als die andere. Du
neigst vielleicht von Natur aus dazu Asanas zu üben und lässt Pranayama
und Meditation beiseite. Das ist in Ordnung. Es mag vielleicht sogar
notwendig sein, wenn bei dir einige unausgeglichene Kundalinienergien
vorliegen. Asanas können helfen, innere Strömungen auszugleichen. Aber
wenn du keinen starken Drang zu dem einen oder anderen hast, ist es
normalerweise am besten, wenn du Meditation auswählst, wenn du nur Zeit
für eine Sache hast. Das ist die Übung, die am tiefsten greift. Sie
versetzt uns in direkte Verbindung mit reinem Glückseligkeitsbewusstsein.
Wenn du noch nichts über Asanas weißt, irgendwo in der Wildnis lebst und
gerne etwas dazulernst, gibt es eine Menge guter Bücher und Videos zu Yoga
Asanas. Jedes davon wird ausreichend sein. Für unsere Zwecke hier, suchen
wir nach einigen sehr einfache Beuge- und Streckübungen zur Vorbereitung
auf Pranayama und Meditation. Was du machst, liegt bei dir. Wenn du mehr
als fünf oder zehn Minuten Asanas üben möchtest, ist das okay. Manche
Menschen lieben Yoga Asanas. Für manche kann das selbst zu einem
Lebenssinn werden. Das ist auch in Ordnung. Welche Übungen du auch immer
wählst, stelle sicher, dass du eine stabile tägliche Routine aufbaust, die
du ohne Überanstrengung oder Unwohlsein aufrecht erhalten kannst. Wenn es
sich nach den Übungen gut anfühlt für den restlichen Tag und die Nacht,
bist du auf dem richtigen Weg. Dann bist du in der besten Verfassung, zu
gegebener Zeit mehr fortgeschrittene Yoga-Übungen hinzuzufügen.
Im Folgenden sehen wir uns einige zusätzliche fortgeschrittene
Yoga-Übungen an, die den Pranafluss im Körper noch mehr anregen.
Der Guru ist in dir.
In den Büchern von Yogani, die erst
im Laufe der Zeit in Deutsch erhältlich sein werden, finden sich noch
konkretere Angaben zu Asanas und einer Asana-Anfängerreihe. Hier soll eine kleine
graphische Übersicht der FYÜ - Asana Anfängerreihe
mit 14 Hatha-Yoga-Übungen genügen.
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