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Frage: Ich praktiziere seit fünf Jahren Yoga und Meditation (eine andere Art) und bin mir nicht sicher, wie ich weitermachen soll. Deine Meditation ist wirklich gut, das wurde mir sofort klar. Ich sollte aber eigentlich gar nicht hier sein. Denn die Tradition, der ich folge, verbietet es, andere Praktiken zu erlernen. Was soll ich tun?

Antwort: Wie bereits auf der Startseite erwähnt, geht es bei diesen Lektionen nicht um Werbung für bestimmte sektiererische Ansichten. Ebenso steht, was hier gesagt wird, nicht im Widerspruch zu Traditionen, die auf die Lehren einer Person oder einer Linie von Lehrern zurückgehen. Alles hat seinen Sinn und Zweck. Es liegt an jedem selbst, das Für und Wider der unterschiedlichen Ansätze abzuwägen und dann sorgfältig den Weg zu wählen, der die besten Ergebnisse zu bringen verspricht. Jeder Mensch ist verschieden. Gleichzeitig hat aber jeder dasselbe Potential, da wir alle aus demselben göttlichen Faden gesponnen sind – reines, stilles Glücksbewusstsein. Wenn wir mit diesem Glücksbewusstsein täglich in Kontakt treten und dieses Kontaktieren in uns mit immer kraftvolleren Mitteln kultivieren, können wir unser Ziel nicht verfehlen.

Wenn du auf deinem Weg gute Fortschritte machst, bleib bei ihm. Werden auf ihm mit der Zeit all deine Wünsche erfüllt, bist du dort am richtigen Ort. Wenn dir aber deine Tradition zwar größtenteils sehr gut dient, aber in gewisser Weise Lücken aufweist, habe den Mut und die Flexibilität, das hier Angebotene auszuprobieren und von hier zu ergänzen, was dir dort fehlt. Schließlich bist du es, der durch seine eigenen Anstrengungen, durch Hingabe und Anwendung der umfassendsten Techniken, die du finden kannst, das Bewusstsein der Glückseligkeit entfaltet. Dieser Standpunkt mag Traditionen, die behaupten, man könne Befreiung auf keinen anderen Wegen als dem ihren erreichen, herausfordern. Mag sein, aber diese Haltung verhindert auch, dass durch weitere Forschungen und wissenschaftliche Untersuchungen die Möglichkeiten der menschlichen spirituellen Transformation weiter erhellt werden. Die Methoden der westlichen Wissenschaft können in dieser Beziehung mit einigem aufwarten – hochintegrative und arbeitsteilige Methoden zur Wissensentwicklung und -anwendung. Der Erfolg der westlichen Wissenschaft auf vielen Gebieten ist erstaunlich. Es wird Zeit, dass diese Methoden der Wissensentwicklung auf dem Gebiet des spirituellen Wissens angewandt werden.

Diese Erörterungen sind das Ergebnis offener, über eine lange Zeit betriebener Untersuchungen auf dem Feld vieler fortgeschrittener Yoga-Praktiken. Die Frucht dieser Reise ist ein integriertes System von Techniken. Wenn du hier etwas findest, das deinen Fortschritt vorantreibt, so ist das gut. Wenn das jedoch gleichzeitig zu Problemen mit deiner gegenwärtigen Tradition führt, musst du das für dich selbst lösen. Letztendlich liegt die Antwort in dir. Folge deinem Herzen. Der mögliche Konflikt ist nichts Schlechtes. Er testet lediglich deine Entschlossenheit und hilft dir, dich zur Wahrheit zu geleiten.

Die alten spirituellen Traditionen sind von hohem Wert. Dennoch, die Zeiten ändern sich und heutzutage stehen wir vor der Notwendigkeit, offenere Zugänge zu finden, spirituelles Wissen, das für ernsthafte spirituell Übende geeignet ist, zu erkunden und anzuwenden. Letztlich wird dies tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Menschheit haben. Der Übergang in eine neue Zeit liegt in der Luft und das ist gut so.

Der Guru ist in Dir.

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